WELEDA/STRÖER/PHD

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Nachdem ich im Dezember mit relativ kleinen Erwartungen dieses Projekt ins Leben gerufen habe, hat sich doch so EINIGES getan. Woran ich zu Beginn nicht einmal zu denken gewagt habe, ist nun wahr geworden. "Das Erste Gesicht" – Projekt ist auf so große Resonanz getroffen, dass ich zeitweise kaum mehr Zeit für irgendetwas Anderes hatte und auch immer noch nicht habe. Heute ist der 5. Mai, der internationale Tag der Hebammen und mit Hilfe von Weleda, PHd und Ströer ist die Kampagne zu einer deutschlandweiten Plakataktion geworden. Weleda hat es mit seinen Kontakten möglich gemacht fast 6000 Großflächenplakate in über 600 Orten, in ganz Deutschland aufzuhängen. 90 der 200 fotografierten Gesichter werden nun für 10 – 20 Tage das Bild vieler Ortschaften zieren. Vielen Dank an alle Mitwirkenden!! Ich vermeide es jetzt mal absichtlich Namen zu nennen, aus Angst jemanden zu vergessen, sage aber im Namen aller Hebammen und natürlich auch meiner Person DANKE!!! Björn

Anbei die offizeille Pressemitteilung von Seiten Weledas:

Pressemitteilung
Weleda unterstützt „Das erste Gesicht auf Erden“ –
Ein Fotoprojekt zur Rettung des Hebammenberufs in Deutschland
Schwäbisch Gmünd, 25. April 2014 – Der Fotograf Björn Schönfeld portraitiert mit seiner Initiative „Das erste Gesicht auf Erden“ seit Ende 2013 Hebammen. Denn das erste Lächeln, welches ein Neugeborenes zu Gesicht bekommt, ist das der Hebamme. Dieser flüchtig scheinende aber intensive Moment der Begegnung spiegelt die große Bedeutung dieses Berufs in unserer Gesellschaft wieder. Mit seinem Fotoprojekt möchte Björn Schönfeld für mehr Wertschätzung für die Hebammen und ihre Arbeit sorgen.
Denn voraussichtlich ab Sommer 2016 gibt es für mindestens 3500 freiberuflich tätige Hebammen, die in Deutschland Geburtshilfe leisten, keine Berufshaftpflichtversicherung mehr. Für die Hebammen bedeutet dies das berufliche Aus, denn ohne Versicherungsschutz ist ihnen die Ausübung ihres Berufs untersagt. Aufgrund teils unzureichender Versicherung durch den Arbeitgeber sind zusätzlich auch viele fest angestellte Hebammen von der Problematik betroffen.

Beeindruckt von der privaten Initiative des Fotografen unterstützt Weleda als Partner der Hebammen das Projekt von Björn Schönfeld mit fast 6000 bundesweit veröffentlichten Großplakaten im Mai um auf die Wichtigkeit des Berufes aufmerksam zu machen.

„Das erste Gesicht auf Erden“: Fotoprojekt zur Rettung des Hebammenberufs in Deutschland Der Lüneburger Portraitfotograf Björn Schönfeld hat seit dem 1. Dezember 2013 mehr als 200 Hebammen in ganz Deutschland fotografiert und die Bilder unter facebook.com/daserstegesicht veröffentlicht. Mit seinem Projekt möchte der Vater von zwei kleinen Kindern für mehr Wertschätzung für die Hebammen und für die Anerkennung ihrer Arbeit in unserer Gesellschaft sorgen und auf die Gefährdung eines ganzen Berufsstandes aufmerksam machen. „Das erste Gesicht auf Erden“ zielt darauf ab, ausdrucksstarke Portraits von den Frauen hinter dem Hebammenberuf zu zeigen. Unter www.daserstegesicht.de erzählen Hebammen, was sie an ihrem
Beruf lieben und warum er so wichtig ist. Weleda setzt sich für den Erhalt des Hebammenberufs ein und unterstützt gemeinsam mit der PHD Germany GmbH und der Ströer Media AG Björn Schönfeld bei der Umsetzung einer bundesweiten Plakatkampagne. Über einen Zeitraum von 10 Tagen sind ab dem 6. Mai – direkt im Anschluss an den Internationalen Hebammentag – fast 6000 Großplakate in deutschen Großstädten zu sehen.

Weleda als Partner der Hebammen
In der anthroposophischen Medizin und der Waldorfpädagogik sind eine harmonische Geburtshilfe und ein behüteter Lebensbeginn von großer Bedeutung. In Deutschland ist für die Begleitung dieser besonderen Zeit die Hebamme die vertrauensvolle Ansprechpartnerin für die werdenden und jungen Familien. Weleda versteht sich dabei als Partner der Hebammen. Über eine eigens angestellte Hebamme pflegt das von der Anthroposophie inspirierte Unternehmen schon seit vielen Jahren einen intensiven Austausch mit dieser Berufsgruppe und stellt junge Mütter und ihre Babies in den Fokus. Neben einer naturkosmetischen Babypflegeserie bietet Weleda zudem Arzneimittel an, die auch während Schwangerschaft und Stillzeit bzw. ab dem Säuglingsalter zum Einsatz kommen können.

Hebammen leisten rund um das natürliche Geschehen vor, während und nach der Geburt neben der praktischen auch eine fachlich-emotionale Unterstützung für die werdenden Eltern. So betont auch Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e.V.: „Ärzte bekommen keine Vergütung für sprechende Medizin und haben entsprechend wenig Zeit dafür. Wir Hebammen setzen aber gerade auf psychosoziale Betreuung“. Die Vorsitzende des Bundes freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V. Ruth Pinno unterstreicht die Notwendigkeit einer gewährleisteten Hebammenbetreuung: „Sie bekommen ein Kind nicht nur mit dem Körper, Sie kriegen ein Kind mit dem Herzen. In dieser Situation ist der Beistand der Hebamme unverzichtbar. Was für eine Gesellschaft ist das, in der der Anfang des Lebens uns so wenig wert ist, dass wir einen der ältesten und sinnvollsten Berufe der Welt zugrunde gehen lassen?“

Keine langfristige Lösung der Haftpflichtversicherungsproblematik für Hebammen in Sicht:

Anfang Februar 2014 teilten die beiden Berufsverbände ihren Mitgliedern mit, dass das letzte verbliebene Versicherungskonsortium ab 1. Juli 2015 keine Berufshaftpflichtversicherung (BHV) für
Hebammen mehr anbieten wird. Anfang April schlossen sich einige Versicherer den zwei verbliebenen Versicherungen des Konsortiums an und bieten den Hebammen nun durch
unterschiedliche Mikroanteile noch bis 2016 eine Gruppenhaftpflichtversicherung. Dieses Angebot geht jedoch mit einer enormen Prämiensteigerung von weiteren 20% auf über 6000 € im Jahr
einher. Der drohende Komplettausfall der Haftpflichtversicherungsmöglichkeit für Hebammen ist somit lediglich um ein Jahr verschoben. Es ist davon auszugehen, dass sich der Großteil der Hebammen dieses Angebot nicht mehr leisten kann. Aus rechtlichen Gründen dürfen Hebammen jedoch ohne
eine BHV nicht tätig sein.

Schon in den letzten Jahren mussten immer mehr Hebammen aus ihrem Beruf bzw. der Geburtshilfe aussteigen, da die Haftpflichtprämien überproportional stark gestiegen sind. Für freiberuflich in der Geburtshilfe tätige Hebammen hat sich die Prämie in den letzten zehn Jahren verzehnfacht bei weiterhin niedriger Vergütung. Die Versicherungen begründen die Erhöhung damit, dass die Kosten, die im Fall eines Schadens beim Kind übernommen werden müssen, in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind – aufgrund besserer therapeutischer Möglichkeiten und einer höheren Überlebensrate.

Neben der außerklinischen Geburtshilfe ist davon auch die klinische Geburtshilfe betroffen, denn viele Kliniken haben in den letzten Jahren aus wirtschaftlichen Gründen die geburtshilflichen
Stationen in ein Belegsystem umgewandelt. Die dort auf freiberuflicher Basis arbeitenden Hebammen müssen sich für ihre Tätigkeit selbst versichern. Kliniken mit angestellten Hebammen
versichern diese in vielen Fällen mit einer Versicherungssumme, die nicht mehr der üblichen Höhe gerichtlich festgelegter Schadenssummen entspricht. So sind auch angestellte Hebammen zur ihrer eigenen finanziellen Sicherheit gezwungen, sich zusätzlich zu versichern. Diese Problematik trifft auch die Arbeit der in Schwangerenvorsorge und Wochenbettnachsorge tätigen Hebammen. Denn auch diese war in der bisherigen Versicherung mit entsprechenden Summen abgedeckt.

Ein tatsächlicher Wegfall der BHV hätte weitreichende Folgen für den Fortbestand des Hebammenberufs, für die Gewährleistung einer individuellen und bedürfnisorientierten Betreuung der werdenden Eltern vor, während und nach der Geburt in Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit durch Hebammen.

Das Bundesministerium für Gesundheit führt aktuell Gespräche mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Versicherungswirtschaft mit dem Ziel, eine
nachhaltige und langfristige Lösung der Haftpflichtversicherungsproblematik für Hebammen zu erarbeiten. Hierzu werden zeitnah Ergebnisse aus dem Abschlussbericht der interministeriellen Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“ erwartet, die sich seit Sommer 2013 mit der Thematik befasst.

Als Partner der Hebammen möchte Weleda mit der Unterstützung des Fotoprojekts „Das erste Gesicht auf Erden“ den wertvollen gesellschaftlichen Beitrag der Hebammen in den Vordergrund
rücken und auf die Wichtigkeit des Berufszweiges hinweisen.

Pressekontakt Weleda AG:
Eva Wanninger
PR-Manager Naturkosmetik und Arzneimittel D-A-CH
Telefon +41 61 705 20 76
Email: ewanninger@weleda.ch

Fachkontakt Hebammen:
Christina Hinderlich
Leitung Fachbereich Hebammen D-A-CH
Telefon +49 7171 919 696
Email: chinderlich@weleda.de