DAS ZIEL

Dieses Fotoprojekt soll den Frauen hinter dem wichtigen Beruf der Hebamme ein Gesicht geben und dafür sorgen, dass Wertschätzung und Anerkennung mit einer gerechten Bezahlung und vor allem dem Erhalt des Hebammenberufes einhergehen.

Gerade vor der aktuellen Problematik, der ab Juli 2015 unklaren Haftpflichtversicherungssituation, ist es wichtig etwas zu unternehmen. Ein Wegfall der Versicherungsmöglichkeit würde einem Berufsverbot gleichkommen und dafür sorgen, dass Frauen und Familien in Sachen Geburtshilfe ab dem nächsten Jahr keine Wahlfreiheit mehr haben. Der Wegfall dieser Wahlfreiheit hätte nicht nur zur Konsequenz, dass viele Frauen ihren Beruf aufgeben müssen.

Einher mit diesem Berufsverfall geht eine Zentralisierung der Geburtshilfe in Deutschland. Durch die wegfallenden freiberuflich arbeitenden Hebammen werden viele kleine Geburtsstationen (egal ob Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburtshebammen) einfach von der Bildfläche verschwinden. Große Einrichtungen werden einen dementsprechenden Zulauf haben, eine 1-1 Betreuung von werdenden Müttern durch Hebammen wird es dann erst recht nicht mehr geben. Die Folgen dieser Verkettung gehen noch sehr viel weiter in die Zukunft unserer Gesellschaft hinein, in die Kinder ohne Wertschätzung und vernünftigen halt geboren werden und sind sehr viel tiefgreifender als, man oberflächlich annehmen mag.

Erste Ansätze gibt es bereits in Schleswig Holstein auf Sylt. Frauen die dort leben und schwanger sind dürfen fortan in das sog. „Boardinghouse“ nach Flensburg. Dies ist eine Einrichtung in die werdenden Mütter, in ausreichendem Abstand, vor der Geburt ziehen, um dort auf Ihr Kind zu warten. Fern von der Familie und fern von ihrem gewohnten und vertrauten Umfeld.

Im Rahmen dieses Projektes ist es Björn bisher gelungen rund 200 Hebammen aus allen Bereichen des Hebammenhandwerkes in ganz Deutschland zu fotografieren und einen Sponsor für eine Plakatkampagne mit knapp 6000 Großflächenplakaten in ganz Deutschland für den Mai 2014 auf jeweils 9m² Fläche zu gewinnen.

Aus dem Projekt sollen wenn möglich weitere Aktionen erwachsen. Angedacht sind eventl. Ausstellungen, auf jeden Fall ein Buch und langfristig, wenn möglich eine Aufklärungskampagne, über die in naher Zukunft nachgedacht werden soll. Björn strebt eine langfristige und vor allem nachhaltige Nutzung des Projektes an. Ideen gibt es reichlich…